Porträt von Prof. Dr. Horst Bredekamp

Für seine herausragende Arbeit im Themenfeld Theorie und Kulturen des Bildes wurde der Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung 2010 an den Berliner Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp verliehen.

Bei der feierlichen Preisverleihung im NRW-Forum hielt Staatssekretär a.D. Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff die Festrede. Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch würdigte in ihrer Laudatio Bredekamps umfassenden Studien zur Theorie und den Kulturen des Bildes, »mit denen er als Kunsthistoriker tragfähige Brücken baut zur Verständigung über den Umgang mit Bildern in anderen Wissenschaften, insbesondere den Naturwissenschaften, der Philosophie, der Politik und der Computervisualistik«.-

Prof. Dr. Horst Bredekamp

Bredekamp (1947 in Kiel geboren) studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Soziologie in Kiel, München, Berlin und Marburg. 1974 wurde er mit einer Arbeit über die Kunst als Medium sozialer Konflikte an der Philipps-Universität Marburg promoviert. Nach dem Studium war er Assistent am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. 1993 erhielt er einen Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist seit 2003 zudem Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Die Forschungsschwerpunkte von Horst Bredekamp sind Bildersturm, Skulptur der Romanik, Kunst der Renaissance und des Manierismus, Politische Ikonographie, Kunst und Technik sowie Neue Medien. 2000 gründete er das Projekt Das Technische Bild am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK) der Humboldt-Universität zu Berlin, das unter seiner Leitung mit bildkritischen Methoden eine Theorie bildhafter Erkenntnis auf den Feldern naturwissenschaftlich-technischer und medizinischer Visualisierungen erarbeitet. Seit 2008 leitet Bredekamp die neu eingerichtete DFG-Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung an der Humboldt-Universität zu Berlin.